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            Rügens Götter

 

Svantevit (von svet "stark, heilig", Svetovit, Svantaviz, Swantewit, Zwantewit, Zuantevith)

Bei den slawischen Ranen auf Rügen Hochgott, Kriegs- und Feldgott, den man sich in vierfacher Gestalt dachte. Sein Attribut ist das Füllhorn, das jährlich zur Erntezeit gefüllt wird.Ihm war das Erntefest geweiht. Als Orakelgott befragte man ihn durch ein Pferdeorakel. Bevorzugt vor einer kriegerischen Unternehmung führte man ein ihm geweihtes weißes Pferd über drei Reihen gekreuzter Lanzen. Aus dem Verhalten des Tieres zog man Rückschlüsse auf den Ausgang eines geplanten Unternehmens. Als Kriegsgott stand ihm ein Drittel der Kriegsbeute zu. Nahe Rügen mündet die Oder in die Ostsee. Nach Adam von Bremen hatte diese ehedem vier Mündungsarme, wie Svantevit mit vier Gesichtern dargestellt wird.

                     
 
 
 

 
 

Rugievit ("Herr auf Rügen"; Rugiaviet)

Ein auf Rügen von den Slawen verehrter Kriegsgott. In seinem Tempel, in dem er zu Charenza auf Rügen verehrt wurde, stellte man ihn mit sieben Köpfen dar. In einer Hand hält er ein Schwert, weitere sieben hingen an seinem Gürtel. 1168 fiel die Kultstätte den christlichen dänischen Eroberern zum Opfer. Dem Rugievit stand von jeder Kriegsbeute der Zehnte zu. Namentlich erinnert Rugievit an den germanischen Stamm der Rugier, die vor den Slawen auf Rügen siedelten.

                                     
 
 
 
   
 

Porevit

Ein slawischer Gott, der fünfköpfig dargestellt wird. Ein Zentrum seiner Verehrung fand sich auf der Insel Rügen. Sein Bild stand ehemals in einem Tempel, wo auch der gleichfalls fünfköpfige Porenutius und der siebengesichtige Rugievit ihre Heiligtümer hatten. 1168 fielen diese Weihstätten den christlichen dänischen Eroberern zum Opfer.

 
 
 

 

 

Porenutius

Auf der Insel Rügen wurde dieser slawische Gott als ein Wesen mit fünf Köpfen dargestellt. Sein Bild stand ehemals in einem Tempel, wo auch der gleichfalls fünfköpfige Porevit und der siebengesichtige Rugievit ihre Heiligtümer hatten. 1168 fielen diese Weihstätten den christlichen dänischen Eroberern zum Opfer.

 
 
 

 

 

 

 

 

 

In der Stubnitz (Stupnice = “aufsteigende Landschaft”) wurde sogar noch drei Jahre nach der Eroberung durch die Dänen der Siegesgott “Tjarnaglofi” verehrt. So steht es in der Knytlinga - Saga geschrieben.
Mit “Tjarnaglofi” ist sicherlich Cernoglovni gemeint, was einen schwarzgesichtigen Gott beschreibt.
Nur ein Detail ist von ihm bekannt: Er trug einen silbernen Schnurrbart.
Das Heiligtum konnte noch so lange weiterbestehen, weil es in der im dichten Wald versteckten “Herthaburg” verehrt wurde.


 

 

 
       
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