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Zeitkalender der Insel Rügen
ca. 8000 v. Chr. Die Besiedlung Rügens und Hiddensees in der mittleren Steinzeit wird durch Funde von Pfeilspitzen bei Bergen, Stedar und
Silvitz und einer Harpune aus Rentiergeweih bei Venz belegt.
4.000 bis 3.000 v.Chr. Lietzow-Kultur; sie wurde nach dem Ort zwischen dem Großen und Kleinen Jasmunder Bodden genannt.
Hier wurde ein reicher Bestand an Feuersteingeräten sowie der älteste menschliche Schädel auf Rügen entdeckt.
3.000 bis 1.800 v. Chr. In verschiedenen Regionen Rügens entstehen Großsteingräber; bedeutende Keramikfunde bei Gingst.
ca. 1.800 v. Chr. Die Kultur der Großsteingräber wird durch die Einzelgrabkultur abgelöst.
1.800 bis 600 v. Chr. Bronzezeit - aus Funden von Urnenfriedhöfen läßt sich schließen, daß die Verstorbenen verbrannt wurden;
Anlage von Hügelgräbern; Funde von aus Bronze gefertigten Waffen und Schmuckstücken.
600 v. Chr. bis 75 n. Chr. Funde römischen Kunsthandwerks, das vermutlich durch Tauschhandel nach Rügen gelangte; in der Eisenzeit
besiedeln die ostgermanischen Rugier Rügen und Hiddensee.
3. bis 6. Jahrhundert Zeit der Völkerwanderung - die Rugier verlassen Rügen und Hiddensee und ziehen nach Süden.
7. Jahrhundert Seit Ende des 6. Jh. besiedeln die aus Südosten kommenden Ranen die inzwischen fast entvölkerte Inseln.
Sie bauten in Charenza, die Fürstenburg und auf dem Rugard bei Bergen das Verwaltungszentrum. Die Tempelburg Arkona wird nach
der Zerstörung der Kultstätte Rethra (bei Feldberg in Mecklenburg) zu einem der wichtigsten Heiligtümer der Westslawen.
8. Jahrhundert
An der Stelle, an der sich der Transitverkehr dem Stammeszentrum der Ranen, der Burg Rugard, bis auf 5 Kilometer Entfernung näherte, entstand im
8. Jarhundert der Seehandelsplatz Ralswiek. Seinen Ursprung verdankt Ralswiek dem Transithandel zwischen westlicher Ostsee, dänischen Inseln und südlicher Ostseeküste
um 1.000 Erste schriftliche Nennung von Rügen in der Chronik des Thietmar von Merseburg und in der Hamburgischen Kirchengeschichte des Adam von Bremen. ;
im 12. Jh. verfaßt Helmold von Bosau eine Chronik der Wenden, in der auch Rügen erwähnt wird.
1168
Die Dänen unter König Waldemar I. und Bischof Absolon von Roskilde eroberten mit Hilfe der Pommenfürsten Bogislaw und Kasimir, sowie den Mecklenburger Pribislaw
die Insel und zerstören im Juni die Tempelburg Arkona.
Bald darauf wurde auch die Burg Karenza übergeben und der Fürst von Rügen Tetislaw, sowie sein Bruder Jaromar und die Vornehmsten der Ranen erklärten
sich zur Annahme des Christentum bereit.
1193 In Bergen wird ein Zisterzienserrinnenkloster gegründet, dessen Gotteshaus - die Marienkirche - der älteste erhaltene Sakralbau Rügens ist.
1199
Zerstörten die Pommernherzöge Bogislaw und Casimir, von den Dänen für die Unterstützung des Wendenfeldzuges nicht entschädigt, den Burgwall von Garz.
1296 Fürst Wizlaw II. schenkt die Insel Hiddensee dem Zisterzienserkloster Neuenkamp (heute Franzburg bei Grimmen).
1297 In den fast fertiggestellten Klosterbau auf Hiddensee halten die Mönche Einzug. Grieben, heute ein Ortsteil von Kloster, wird erstmals urkundlich genannt.
1325 1325 Der letzte slawische Stammesfürst Wizlaw III. (der einzige bekannte Minnesänger im norddeutschen Raum), stirbt; mit ihm erlischt das
ranische Fürstenhaus; Rügen, Hiddensee und das zugehörige festländische Gebiet fallen daraufhin an das Herzogtum Pommern-Wolgast;
die Kirchen bleiben noch zwei Jahrhunderte dem dänischen Bistum Roskilde unterstellt.Die Herzöge von Pommern,
holen in das dünnbesiedelte Land Bauern aus Niedersachsen, Westfalen und Franken. Um 1400 spricht auch der überzeugteste Rane deutsch.
Die slawischen Dörfer erkennt man noch heute an den Endungen "-ow" und "-itz".

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